Immer unterwegs
Werner Dresfeldt
Ausgebildet bei Robert Jensen und Aage Sørensen.
Ergànzte seine Ausbildung durch Studien bei C. Arnaud in der
Schweiz und 1984 arbeitete er mit dem fàrôerischen Maler
A. Olsen zusammen.

Nach seinem Debùt auf der " Osterausstellung der Kùnstler "
( Kunstnernes Påskeudstilling KP ) 1986
hatte er etliche Einzelausstellungen und hat an Gruppenausstellungen
in Dânemark und auf der ganzen Welt teilgenommen.Z.B. in Kanada,
den USA, Deutschland, auf den Fârôerinseln und Holland.
Er ist Mitglied beim " Aalborg Kunstpavillon " und der Gewerkschaft
der dânischen bildende Kûnstler (DBF)

Kennzeichnend fûr Dresfeldts Gemâlde waren bisher die âsthetischen,
expressiven Farbkombinationen. Diese Werke wurden vom Publikum
immer sehr positiv aufgenommen.

Eine starke spannungsvolle Kraft zeichnet das Bilduniversum aus,
mit dem er arbeitet und die er mit einer ansteckenden Lebensenergie
in seinen vielen Gemâlden wiedergibt.

Dresfeldt malt mit einer tiefen Intensitât, die einer lebenslangen
Liebe zu Farbe und Licht entspringt.

Die Bilder sind keine direkte Ûbertragung der Landschaft um ihn herum,
sondern Erde, Himmel und die Unendlichkeit sind eher Elemente, die er
einbezieht, wenn es nôtig ist und denen er abschwôrt wenn es dem
Bedarf entspricht.

Das Ergebnis isteine intuitive Beherrschung der Leinwand und somit des
Bildes. Einige kûhl, andere warm und einige wiederum von einer eigenen
vibrierenden Zerbrechlichkeit getragen. Gleichzeitig verwundbar und
aufregend, klar und latent  -  immer unterwegs.
                                                                                   Knuk.


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Die Gabe des Lichts

Ûber das Bilderuniversum von Werner Dresfeldt

Von Tom Jørgensen, Redakteur der Zeitschrift Kunstavisen

Werner Dresfeldts Malereien lassen sich Kurz und knapp mit naturinspirierter Abstraktion charakterisieren. Er malt Natur und landschaft nicht so, wie man sie sieht - im Verhâltnis 1 - 1 - sondern so, als wûrde man sie erleben. Bedeutend ist, dass er dies mit Farben und Formen tut, die man von der âuzeren Wirklichkeit kennt, ganz im Gegensatz zur konkreten Abstraktion, bei der die Formsprache ausdrûcklich keinen Realitâtsbezug aufweist.

Wichtiger als diese formellen Charakteristika ist jedoch die tatsache, dass es sich bei Werner Dresfeldt un einen Kûnstler handelt, dessen Schaffen mit der permanenten schaffung und Wiedererschaffung der Welt selbst verglichen werden kann. falls dies nun romantisch klingt, so liegt es daran, dass Werner Dresfeldt ein sehr romantischer Kûnstler ist. Fûr ihn bedeutet Kunst buchstâblich das Schaffen neuer Welten auf Leinwand. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Alles-oder Nichts-Haltung, die keinen platz fûr Mittelmâzigkeit, Unehrlichkeit oder dekoratives Anbiedern lâsst. Er legt schlichtweg seine ganze Seele in die Arbeit.

Im Gegensatz zu anderen Kûnstlern mit gleicher kompromissloser Grundhaltung, die oft dûster, melancholisch oder sogar eschatologisch wirken kônnen, werden Werner Dresfeldts Bilder als hell und optimistisch angeschen. Dies liegt ohne Zweifel an seiner grundsâtzlichen Lebensanschauung. Soll ein musikalischen Werk gewâhlt werden, welches seine ohnehin schon musikalischen Kompositionen verdeutlichht, so gibt es zweifellos nur das bekannte Thema aus Richard Strauss`Also sprach Zarathustra. In unzâhligen Bildern von ihm erscheint uns eine flackernde, farbenpeâchtige Ursuppe, die plôtzlich - wie bei einem Blitzschlag - durchdrungen ist von Materie der Schôpfung. In diesem malerischen " Big Bang " zeigt-sich ebenjener Augenblick, in dem die Bausteine des Lebens vom formlosen Nichts erschaffen werden und Licht das leere Dunkel durchdringt.

Im Allgemeinen ist es diese Lichtmetaphorik, die sich durch Werner Dresfeldts Kunst zieht. Ûberall in seinen Bildern breitet sich Leben gebendes Licht aus, reizt Barrieren nieder, beseitigt Hûrden und legt sich wie ein sanfter Reflex auf die klare Landschaft. Gleich einem durchgehenden Thema arbeitet er mit dem Kreislauf des Lebens, der im jahreszeitlichen Wechsel zum Ausdruck kommt, der frostig klare Winter
in dem este Sprosse des Lebens erahnt werde kônnen, die Explosion von Energie im Frûhling, die stillen Sommertage und die Vergângnis des Erschaffenen im Herbst. Dies aber wiederum mit einer Sichtweise, bei der das Gewicht-besonders im Gegensatz zu einem Grossteil nordischer Kunst - nicht auf Schmerz, Verlust und Tod gelegt wird, sondern auf den unermûdlichen Wiederaufbau und die Wiedergeburt des Lebens,
Dur anstelle von Moll.

Ohne Zweifel wecken Werner Dresfeldts Bilder grosse Freude bei sehr vielen Menschen. Das liegt natûrlich daran, dass er sein Handwerk beherrscht, vor allem aber daran, dass er auf eine so kompromisslos und radikal optimistische Weise arbeitet und es schwer fâllt, nicht von seiner Begeisterung fûr die Eindrucks-Vielfalt des Lebens angesteckt zu werden. Seine Bilder setzen beim Betrachter ganz einfach etwas in Gang
Sie rûhren und bewegen uns. Ûber bessere voraussetzungen kann ein Kûnstler kaum verfûgen.

Tom Jørgensen, Bachelor der Kunstgeschichte, Kunstkritiker, Autor.
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